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z.B. carrecording X "Innenansichten vom ruhenden Verkehr" Eine reduzierte Standard-Wohnzimmer-Situation mit Ikea-Möbeln: niedrige Schichtholzsessel, ein Couchtisch, Lampe, Vorhang, irgendeine Deko, evtl. noch ein Aufbewahrungsmöbel. Es sind Konsensmöbel, Basics, die Geschmack und Status egalisieren und nivellieren. Ein mitlerweile global funktionierendes Einrichtungskonzept, welches durch seine universelle Lesbarkeit privaten Räumen nahezu öffentlichen Charakter gibt, ihnen Eigenschaften von den ebenfalls global austauschbaren Nicht-Orten verleiht. Neben dem Mobiliar sind zwei Standard-HiFi Lautsprecherboxen installiert. |
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Aus den Boxen kommen Aufnahmen aus einem parkenden Auto in irgendeiner städtischen Situation. Den Aufnahmeort Auto begreife ich auch als Ort und als Raumsituation, die vergleichbar dem Standard-Wohnzimmer global lesbar ist. Bewegt man nun diesen Unort Auto von A nach B und stellt ihn dort ab, läuft die Zeit auch im parkenden Auto weiter. Ereignisse passieren rund um, während der Fahrer meist seine Zeit anderweitig aktiv gestaltend in der Nähe verbringt. So ist Parkzeit eine Form der Nicht-Zeit, die an einem Nicht-Ort verrinnt. Der Rezipient wird beim Hören dieser Aufnahmen Zeuge von akustischen Ereignissen, die in der Form niemand "live" miterleben konnte. Gleich einer akustischen Überwachungskamera wird die soundscape der Umgebung mitgeschnitten und bekommt durch die dämpfende Wirkung der Autokarosse einen ganz spezifischen Charakter.
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festinstallierte oder auch Wechselmedien können in einem neutral gestalteten Raum angehört werden. Ausliegende Geräuschtagebücher dokumentieren, was vor oder nach der Aufenthaltszeit passiert. Hier war ein homerecording in einem Baucontainer zu hören.
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